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Champagner Veuve Clicquot

Die Gründung und Das Nebengeschäft eines Bänkers

Philippe Clicquot, war eine Tuch/Seide Händler, sowie der Besitzer einiger Weingärten in der Champagne! Im Jahre 1772 entschied er sich dafür sein eigenes Champagnerhaus, in Reims, zu gründen, wobei er schnell auf die Idee kam seinen Champagner auf die Tische ausländischer Kaufmänner und Adliger zu bringen. Die Anzahl der jährlich verkauften Flaschen schwankte zwischen 4000 in schlechten Jahren und 6.500 in guten Jahren. Dies lag großteilig daran, dass sich Philipp Clicquot auf den Tuch/Seide Handel konzentrierte und nur nebensächlich Champagner verkaufte. Philipps Handel lief sehr gut und um seine Macht zu sichern arrangierte er eine Ehe seines Sohnes, Francois Clicquot, mit der Tochter, des ebenfalls erfolgreichen Händlers Nicolas Ponsardin, Barbe-Nicole Ponsardin. Die Hochzeit wurde am 10 Juni 1798 gehalten. Kurz danach wurde Francois der offizielle Partner seines Vaters und die Firma wurde zu „Clicquot-Muiron et Fils" umbenannt und 1801 gab Philipp die Kontrolle der Firma an seinen Sohn ab. Zu dieser Zeit stieg die Anzahl der verkauften Flaschen auch von, im Jahre 1798, 10.000 Flaschen zu mehr als 60.000 Flaschen im Jahr 1804. Dies hatte zur Folge, dass der Tuch/Seide Handel immer mehr in Vergessenheit geriet.

Die erste Geschäftsfrau 

Im Oktober 1805, starb Francois. Der von Trauer befallene Philipp hatte die Absicht, die Firma zu verkaufen, jedoch beschloss die Witwe (franz. Veuve) Barbe-Nicole Ponsardin ihren Stiefvater zu fragen ob sie nicht die Kontrolle über die Firma übernehmen könne! Dieser lies sich dazu breitschlagen, aber nur unter der Bedingung, dass Barbe als ein Lehrling bei einem anderen Champagnerhaus lernen würde, da er sich sicher seien musste, dass sie in der Lage war sein Haus zu führen. Nach circa 5 Jahren der Lehre war sie soweit! Ihr Stiefvater gab ihr die Erlaubnis das Champagnerhaus zu leiten. Jedoch entschied sie am 20 Julie 1810 mit den neugewonnenen Ressourcen ihre eigenes Champagnerhaus zu gründen „Veuve Clicquot-Ponsardin“.

Das Haus Veuve Clicquot Ponsardin

Den meisten ihres Champagner verkaufte Barbe-Nicole Ponsardin außerhalb Frankreichs, was jedoch nicht mehr möglich war während des Napoleonischen Krieges. Die führte dazu das Barbe-Nicole Ponsardin kurz vor dem Bankrott stand. Jedoch setzte sie alles auf eine Karte. Sie entschied ihren Champagner am Tag an dem der Friedensvertrag unterzeichnet wurde direkt nach Russland zu versenden um ihre Konkurrenz einen Schritt voraus zu sein. Ihr Spiel mit dem Feuer zahlte sich im Endeffekt jedoch aus, denn nur wenige Monate nach dem der Import von Französischen waren in Russland wieder erlaubt war hatte sich Veuve Clicquot als der Champagner des russischen Adels etabliert, und diese Position konnte ihn nun niemand mehr streitig machen. Dieser enorme Erfolg in Russland sorgte für einen massiven Anstieg des Bekanntheitsgrades des Champagnerhauses, was sich auch in der Anzahl der Verkauften Flaschen erkennen ließ. Denn wehrend im Jahre 1816 nur 40.000 Flaschen verkauft worden sind, waren es im Jahre 1821 schon 280.000 Tausend. Durch seinen enormen Erfolg spielte das Champagnerhaus Veuve Clicquot, so wie unter anderem auch Moët & Chandon, eine große Rolle in der Etablierung, des Champagners wo wie wir ihn heute kennen.

Veuve Clicquot heute

Im Jahre 2019 gehört Veuve Clicquot zur LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE, einem Milliardenschweren multinationalen Luxusgüter Konglomerat. Auch ist Veuve Clicquot eine der größten Produzenten für Champagner sowie eine der bekanntesten Champagnermarken! Das Champagnerhaus besitzt eine Weinertragsfläche von circa 393 Hektar oder 971 Acres. Jährlich produziert der Champagnergigant circa 19 Millionen Flaschen. Im Jahr 2018 konnte Veuve Clicquot einen Umsatz von Circa 0.8 Milliarden Euro erzeugen und beschäftigte ungefähr 1.300 Angestellte. Auch ist das Champagnerhaus Weltweit vertreten und hat fast auf jedem Kontinent Niederlassungen, in welchen Weintrauben angebaut werden. Das Hauptquartier befindet sich wie schon seit jetzt genau 247 Jahren in Reims. Dem Geburtsort von Philipp Clicquot. Das Veuve Clicquot auch kulturelle Relevanz hat, kann man an der häufigen Verwendung, von eben genau diesem Champagner, in vielen Filmen, sowie die Erwähnung in vielen Musiktexten. 


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